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Ja, es stimmt!

Mit der richtigen Einstellung und Motivation können Lehrlinge alles erreichen!

Ein gutes Beispiel dafür ist dieser Bericht aus dem Wochenmagazin NEWS:

Matura oder doch lieber eine Lehre? Firmenchefs verraten, wie sie zu erfolgreichen Unternehmern wurden und wie es um die Karrierechancen von Lehrlingen heute steht

Es ist eine Entscheidung, die den Grundstein für das gesamte weitere Leben legt: Matura oder Lehre? Diese Frage bringt besorgte Eltern zum Grübeln. Doch nicht für jeden ist die Matura die optimale Lösung. Welche die bessere Alternative ist, ist hoch individuell und hängt vor allem davon ab, was man später machen möchte.

Der ehemalige Lehrling Christoph Egger, 51, hat 2011 die Tiroler Brillenmanufaktur Gloryfy gegründet – eines der am schnellsten wachsenden Start-up-Unternehmen Österreichs. Seine prominentesten Kunden: Superstar Robbie Williams, Formel-1-Weltmeister David Coulthard, Ex-Radsportler Jan Ullrich. Egger erzählt von arbeitsintensiven Tagen und von ­Dingen, die man in der Schule nicht lernt, sondern nur im Job.

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Herr Egger, wie schätzen Sie die Karrierechancen für junge Lehrlinge heute ein? 
Ich denke, die Chancen sind fantastisch! Die Wirtschaft sucht und lechzt geradezu nach jungen, motivierten Leuten, die sich auch nach der Lehre – entweder im Betrieb oder außerhalb – immer weiterbilden wollen.

Was sollte man bedenken, wenn man eine Lehre beginnen möchte? 
Wichtig ist, dass einem die Materie, mit der man arbeitet, Spaß macht. Dann wird der Job auch nie wirklich zur Arbeit.

Sie haben eine Lehre als Sportartikelhersteller-Einzelhandelskaufmann gemacht. Können Sie Ihre Lehrzeit beschreiben? Was war gut, was war schwierig? 
Der Arbeitsalltag im Sportgeschäft hat laufend neue Herausforderungen mit sich gebracht. Bei jedem Menschen ist das Alter zwischen 15 und 18 Jahren wohl eine Sturm-und-Drang-Zeit. Dies in Einklang zu bringen mit den Erwartungshaltungen eines professionellen, wirtschaftlich agierenden Betriebes, ist natürlich eine Gratwanderung. Es war eine sehr schöne Zeit, die mich für das gesamte Leben geprägt hat. Auch aufgrund der wohl besten Lehrherren, die man sich nur wünschen kann.

Was war das Wichtigste, das Sie in Ihrer Lehrzeit gelernt haben? 
Wenn man es als junger Mensch am Vortag hat krachen lassen, dann lernt man schnell, dass ein Acht-oder-mehr-Stunden-Tag im Geschäft am nächsten Tag sehr, sehr lang werden kann. Trotzdem hat man dann seine Leistung zu erbringen.

Welche Vorteile hat Ihrer Meinung nach eine Lehre gegenüber einem Schulabschluss mit Matura? 
Der große Vorteil einer Lehre ist das praktische Tun vom ersten Lehrtag an. Auch wenn die Karriere mit Schaufensterputzen beginnt, profitiert man auch davon auf eine gewisse Art. Man muss lernen, anzupacken und sich zu helfen wissen. Lösungsorientiertes Denken ist das Um und Auf. Aber die Matura ist auch super. Sie stärkt die Allgemeinbildung und vor allen Dingen das Selbstvertrauen. Ich denke, das Beste ist wohl die Kombination aus beidem.

Wie verlief Ihr weiterer Karriereweg nach Lehrabschluss? 
Danach habe ich die AHS-Externistenmatura gemacht und ein BWL-Studium absolviert. Es folgte meine erste Firma, eine Werbeagentur. Meine zweite Firma war dann ein Start-up für Handyhalterungen, und das dritte Unternehmen ist mein Lebensprojekt: Gloryfy Unbreakable Eye­wear, unzerbrechliche Brillen.

Haben Sie es jemals bereut, eine Lehre gemacht zu haben? 
Nie!

Quelle: https://www.news.at/a/leben-vom-lehrling-chef-10375596, 01/10/18 [rw]

Malta 2018

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